Vollfinanzierung

Für viele Menschen ist es ein Traum: völlig ohne Eigenkapital in die eigenen vier Wände. Möglich werden kann dieser Traum mittels der Baufinanzierung als Vollfinanzierung. Das bedeutet: der Kauf oder Bau der Immobilie wird komplett finanziert, der Käufer oder Bauherr muss kein Eigenkapital mitbringen.

Doch bei der Vollfinanzierung geht noch mehr: einige Finanziers bieten heute an, bis zu 120 Prozent vom Kaufpreis (Beleihungswert) einer Immobilie zu finanzieren. Der Darlehensnehmer erhält also mehr Geld, als er für die eigentliche Finanzierung der Immobilie benötigt. Das überschüssige Kapital kann er zum Beispiel für Nebenkosten (Grundbuch- und Notarkosten oder ähnliches), oder auch zur Finanzierung der Einrichtung für die neue Immobilie nutzen.

Vollfinanzierung im Ausland

Im Ausland ist die Vollfinanzierung als Art der Immobilienfinanzierung längst gang und gäbe. Dort ist es gar nicht üblich, Eigenkapital für die Finanzierung einer Immobilie aufzubringen. Dieser Trend setzt sich mittlerweile auch in Deutschland immer weiter durch, so dass es im Bereich der Vollfinanzierung eine immer größer werdende Zahl von Anbietern auf dem Markt gibt.

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Besonderes für junge Familien, die zwar über ein gesichertes und gutes Einkommen verfügen, aber noch keine größeren Kapitalbeträge ansparen konnten, eignet sich die Vollfinanzierung für den Hauskauf beziehungsweise Bau. Mit ihr ist das jahrelange Warten und Sparen vorbei und der Traum von der eigenen Immobilie kann nahezu sofort erfüllt werden.

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Allerdings sollten auch die Risiken einer Vollfinanzierung gründlich überdacht und abgewägt werden. Naturgemäß sind die Zinsen bei dieser Art der Immobilienfinanzierung durch den wesentlich höheren Finanzierungsbetrag ebenfalls ein ganzes Stück höher angesiedelt, als beispielsweise bei einem Annuitätendarlehen mit entsprechendem Eigenkapital.

Weiterhin muss dem Darlehensnehmer klar sein, dass er sich mittels einer Vollfinanzierung eine große finanzielle Belastung aufgebürdet. Ein gutes Einkommen sollte deshalb vorhanden sein, welches nach Möglichkeit auch auf absehbare Zeit gesichert sein sollte. Außerdem sollte dieses Einkommen eine Höhe aufweisen, die mindestens 2 Prozent Tilgung zu Anfang der Rückzahlungsphase gewährleistet. Nur so können Sie sicher sein, dass die anfangs sehr hohen Zinssätze bei einer Vollfinanzierung schnell in erträglichere Bereiche gesenkt werden können.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Zinsbindungsfrist möglichst langfristig angelegt ist, da Vollfinanzierungen in der Regel über lange Laufzeiten verfügen und das Risiko steigender Zinskosten immer größer wird, je kürzer diese Bindungsfrist angelegt ist. Ein Vergleich der Angebote zur Vollfinanzierung sollte stets dem Vertragsabschluss vorausgehen.